Schicksal - warum es für mich keinen Gott gibt.

  • Ich wurde vor einiger Zeit mal gefragt, ob ich an das Schicksal glauben würde. Meine Antwort lautete sehr klar: "Ja!" Doch wer mich kennt, wird sich jetzt fragen: "Bist du nicht Atheist?" Ja, bin ich. Ich glaube an keine höhere Macht, die irgendetwas kontrolliert. Doch wieso glaube ich trotzdem an das Schicksal? Hier meine Erklärung:


    Es ist ja wohl klar, dass der Begriff Schicksal nicht von einem schön anzusehenden Saal spricht, sondern von irgendeiner Macht, die das Leben eines Individuums (ich beschränke mich jetzt mal nur auf die Menschen) handelt. Manch einer möge jetzt sagen, dass es von Gott oder einer anderen höhergestellten Macht ausgeht, aber in meiner Ansicht ist das Quatsch. Warum sollte uns jemand sagen, wie wir zu handeln haben?


    Warum haben Menschen überhaupt so etwas wie einen Gott erfunden? Sie konnten sich einige Sachen nicht erklären: Wetter, Krankheiten und das Handeln. Sie verstanden nicht, warum manche Menschen so handeln, wie sie es tun. Sie brauchten dafür eine Art Ansprechpartner, der ihnen das erklärt. Doch eigentlich sprachen sie nur zu sich selbst. Sie hinterfragten die Handlungen der anderen. Haben sie selbst eine Sünde begangen, beichteten sie diese nicht zu Gott oder einer anderen höheren Macht. Sie haben ihr eigenes Handeln hinterfragt und sich dafür entschuldigt. Sie dachten, dass Gott das Ganze wieder richten würde. Am Ende waren es aber sie selbst, die es wieder gutgemacht haben. Sie haben anders gehandelt, sind anders an die Sache herangegangen und haben sich dazu entschieden, ihr Verhalten zu ändern.


    "Cogito ergo sum." - "Ich denke, also bin ich." Zitat René Descartes. Jeder weiß, was er tut, wie er in einer Handlung vorgeht und warum er es tut (auch wenn das im ersten Moment nicht immer der Fall ist). Das Schicksal geht also (laut meiner Auffassung) nicht von einer höheren Macht, sondern von uns aus. Wir bestimmen unser eigenes Schicksal. Man selbst ist Schuld dafür, wenn man den Gegenüber zum Weinen gebracht hat. Man selbst ist verantwortlich dafür, einer anderen Person ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Man selbst regt andere Menschen zum Nachdenken an. Man selbst bestimmt seine große Liebe. Man selbst ist der Herrscher über sich selbst. Jeder bestimmt sein eigenes Schicksal und kann das des Gegenübers beeinflussen. Der Mensch ist Gott selbst.

    Hinterfragt also nicht, welche höhere Macht ihre Finger im Spiel hatte, sondern hinterfragt euer Handeln und das Handeln anderer. Überlegt, wer euch beeinflusst hat, sowohl positiv als auch negativ. Das war kein Gott, der irgendwo im Äther seine kleinen Figürchen hin- und hergeschoben hat. Das waren alles Menschen. Menschen, die täglich ihre Arbeit machen. Menschen, die täglich für ihre Kinder sorgen. Menschen, die für andere Menschen sorgen. Menschen, wie du und ich.




    Was ist eure Meinung dazu? Schreibt es gerne unten rein!

    Twaxy ~ Vincent

    Social-Media-Team (Cutter & Streamer)


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    Einmal editiert, zuletzt von Twaxy ()

  • Twaxy, ich stimme dir da tatsächlich zu, es gibt für mich keine/n Gott/Götter die einem irgendwas vor schreiben, wie du es schon geschrieben hast handel wir selber, als Mensch.

    Wie ich gerade beschrieben habe gibt es niemanden der uns vorzuschreiben hat wie wir sein sollen, ABER es gibt (für mich) Götter wie Zeus, Poseidon oder Hades, zumindest glaube ich daran. Woran ich glaube sind die Mythen dieser Welt. Es gibt Götter die bestimmte Phänomen steuern, wie Zeus, der Herrscher des Olymp, die Blitze vom Himmel schießt und Poseidon der für die Weltmeere zustänig ist.


    Klar hört sich das sehr unglaubwürdig an aber seitdem ich denken kann interessiere ich mich für die Mythen dieser Welt und daher glaube ich daran, dass es diese Götter gibt.

  • Das heißt, du vertraust da nicht der Physik? Weil soweit ich weiß, entsteht ein Blitz durch eine Entladung eines großen Spannungsfeldes innerhalb einer Wolke, was durch eine Art Kurzschluss hervorgerufen wird. Nicht durch irgendeinen Gott, der einen Blitz rumyeetet.

  • Theoretisch glaube ich an einen Gott der dafür zuständig ist, aber Praktisch gesehen ist das klar das ein Blitz durch Physik entsteht. Ich bin eine Peron die beide Seiten anschaut, aber ich tendiere zu der Praktischen Seite, da dies Logisch ist, aber ich denke das jeder Mensch an etwas Glauben sollte, denn man braucht etwas was größer als er selbst ist um besser zuwerden, den verlangen genau das zukönnen was ein Gott kann, Logisch gesehen total unmöglich, aber der glaube reicht um mehr erreichen zu können.

  • Ich gebe dir zum Teil Recht: Mensch sollte an etwas glauben, was größer, bzw. besser, ist als er selbst. In meinen Augen sollte es aber kein Gott sein. Es sollte ein Mensch sein. Wer sich mit Göttern vergleicht, bzw. sie als Vorbild nimmt, bezieht sich auf Mythen und nicht belegbare (durchaus nicht reelle) Geschichten. Wer sich mit einem Mensch vergleicht und dessen Leistung anstrebt, hat feste Werte, wahre Geschichten und vor allem weiß er, dass es möglich ist, dasselbe zu erreichen.