Axiom Soccer

  • Die Entwickler von Earthbound Games Ltd. veröffentlichten am 11. April 2019 ihr erstes und kostenloses Spiel – „Axiom Soccer“. Vom Prinzip her funktioniert es wie das 2015 veröffentlichte Autoball-Spiel „Rocket League. Aber hier steuert man keine coolen, aufgemotzten Autos, sondern kleine Flugmaschinen, auf denen Waffen montiert sind, mit denen man den Ball ins gegnerische Tor befördern muss. Das Spiel befindet sich derzeitig noch in der Early-Access-Phase und kann sich deshalb noch stark verändern.


    Umfang

    Das Spielprinzip habe ich ja schon erklärt: Man schießt mit einer kleinen Flugmaschine, die eine Waffe auf dem Dach montiert hat, auf den Ball, damit er im gegnerischen Tor landet. Wer ein bisschen Eingewöhnung für die neuen Mechaniken braucht, kann sich am Anfang in der Axiom Academy ausprobieren. Dabei gibt es die Möglichkeit gegen Bots oder einfach allein auf dem Feld hin- und herzufliegen. Eine sehr interessante Mechanik ist der extra Torhüter, den man mithilfe der mittleren Maustaste steuert.

    Wer dann meint, er könne seinen Skill gegen echte Spieler unter Beweis stellen, hat die Möglichkeit dies sowohl im lokalen als auch im Online-Multiplayer zu tun. Das Problem: Es gibt zu wenig Spieler, sodass man auch online gegen Bots spielt. Was mich daran aber am meisten stört, ist, dass man direkt in ein 1v1 kommt. Man kann kein 2v2 oder 3v3 einstellen. Das geht nur offline über die Axiom Academy.

    Wenn man ganz gut in dem Spiel ist, schafft man es durchaus das ein oder andere Tor zu erzielen. Im Online-Modus bekommt man gefühlt wie im Lotto nur sehr selten ein Replay zu dem Tor, während man im Offline-Modus immer die Wiederholung des Zauberschusses angezeigt bekommt. Das ist irgendwie… verwirrend.

    Vor oder nach einem Match kann man auch seine kleine Maschine nach eigenem Belieben in der Garage anpassen. So gibt es drei Typen: den wuchtigen Cacano MK1, den windschnittigen Mansa Hawk und den klassisch aussehenden Volta Bolt. Zusätzlich kann man die Farbe, die Sticker, den extra Torhüter und die Schussspur der Kugel verändern.

    Wie man eventuell schon bemerkt hat, fehlt es hier deutlich an Content. Durch die sehr, sehr geringe Spielerzahl gibt es kaum Möglichkeiten, außer das 1v1 zu spielen. Außerdem gibt es bisher nur eine Map, was ein bisschen schade ist.


    Grafik

    Die Grafik von „Axiom Soccer“ ist ähnlich wie bei „Rocket League“ eher modern, gar futuristisch gehalten. So ist die Arena mit einigen Neon-Elementen versehen und sieht ein bisschen wie ein Computer aus.

    Die Licht- und Schatteneffekte sind dynamisch und sehen dementsprechend auch nicht schlecht aus. Ab und zu kommen auch kleinere Leuchteffekte, die bengaloähnlich sind mit auf das Feld.

    Die Replays dauern im Abspann für mich noch ein bisschen zu lange, was man aber sicherlich schnell ändern kann.

    Zwischen den Spielen gibt es einen Ladescreen, der einem unterschiedliche Tipps mit auf dem Weg gibt.

    Ein großer Nachteil ist meiner Meinung nach die Kamera. Die Ballkamera ist, vor allem wenn der Ball hoch in der Luft ist, die reinste Katastrophe.

    Grafisch ist das Spiel jetzt keine Meisterleistung, aber es reicht auf jeden Fall aus!


    Spielspaß

    Hat man sich einmal in die anfangs doch etwas schwammigen Mechaniken reingefuchst, wird es doch schon deutlich einfacher, den Ball zu kontrollieren und dem Gegner das Leben zur Hölle zu machen.

    Ich erachte persönlich aber einige Mechaniken, wie das Hoch- und Runterfliegen als etwas sinnlos. Bisher habe ich noch keinen großen Sinn dahinter gefunden.

    Auf Langzeit macht das Spiel aber nicht wirklich viel Spaß. Für mich war es dann teilweise ein kleiner Krampf, das nächste Match zu spielen.


    Musik

    Eher passiv, wird nicht bewertet.


    Sound

    Die Sounds in „Axiom Soccer“ sind ganz OK. Es gibt Fangesänge, die aber gefühlt immer gleichbleiben, es besteht quasi nur aus einem Gesang.

    Hat man ein Tor geschossen, ertönt auch ab und zu mal ein Horn, was ganz cool klingt.

    Sonst fehlt es mir irgendwie an Geräuschen. Es fehlt an Fangesängen, besseren Schusssounds und allgemein mehr Geräuschen, die zur Vielfalt beitragen.


    Preis-Leistung

    Das Spiel ist kostenlos, Bewertung bleibt aus.


    Fazit

    Ein eigentlich vielversprechendes Spiel, was aber noch viele Feinschliffe braucht. Bisher ist es nur für zwischendurch mal ganz nett, aber auf Langzeit ist das Spiel wie ein harter Kanten Brot.


    Kurzfassung

    Umfang: 3,5/10

    Grafik: 7/10

    Spielspaß: 6/10

    Sound: 7/10


    Endwertung: 52/100


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