Neon Boost

  • Am 20. Mai 2019 veröffentlichten Sample Text Studios ihr erstes Spiel mit dem Titel „Neon Boost“ auf Steam. Es ist ein grafisch in Neon ertränktes Parkour-Spiel, in dem man so schnell wie möglich ins Ziel kommen muss. Dabei soll man Wall-Runs und die Mechanik des Rocket-Jumps verwenden.


    Umfang

    Insgesamt beinhaltet „Neon Boost“ bisher drei Welten, die aus jeweils 12 Levels bestehen. Ein Level dauert im Durchschnitt um die 15-20 Sekunden, die End-Level können bis zu einer Minute andauern. Ein neues Level erreicht man nur, wenn man die Bronze-Medaille bekommen hat. Für ganz schnelle Läufer werden auch noch Silber-, Gold- und Neon-Medaillen verteilt, wobei Letztere die Schwierigste ist.

    Die Level meistert man am besten mit seinem fiktiven Neon-Raketenwerfer. Mit diesem kann man sich von einer Plattform zur anderen boosten, und wenn man ihn effektiv einsetzt, kann man sogar einige Plattformen überspringen und somit das Level deutlich schneller durchspielen.

    Was ich hier sehr interessant finde, ist der „Lights Out“-Modus. In diesem werden alle Neon-Elemente ausgeschaltet und man sieht nur einen bestimmten Radius.

    Der FPS-Parkour-Runner eignet sich perfekt für Speedrunner, doch es fehlt genau dafür eine Option: das Leaderboard. Gerade für so ein Spiel muss es doch eigentlich so etwas wie eine Bestenliste geben.

    Ebenso fehlt auch ein Level-Editor, in dem man seine eigenen Level kreieren kann. Das würde das Spiel viel, viel abwechslungsreicher gestalten, zumal der Entwickler extrem viele Hindernisse und Nebenobjekte bereitstellt.


    Grafik

    Der Name des Spiels verrät auch schon so ziemlich den Grafikstil. In „Neon Boost“ ist so ziemlich alles in Neon ertränkt worden, was aber auch erstaunlich gut aussieht.

    Die drei Welten bieten auch grafisch einen leichten Unterschied: Sie unterscheiden sich in der Farbe, den Umgebungsobjekten sowie vielen Hindernissen. So besteht die erste Welt, Laser City, aus hohen, kantigen, lila Türmen, während die dritte Welt, Cosmic Highway, von gelben, Ufo artigen Gebäuden umgeben ist. Neben all dem fliegen in jeder Welt mysteriöse Objekte herum, die aber das Moderne, bzw. Futuristische an diesem Spiel so stark betonen.

    Auch der Hintergrund, quasi die Umgebungsumgebung, macht einiges her. Hier hat der Entwickler mit vielen eigenen Elementen gearbeitet und das Ganze mit einem Blur-Effekt nochmals futuristischer wirken lassen.


    Spielspaß

    Ich persönlich spiele sehr gerne mal solche Jump & Run-Spiele zur Abwechslung. Deshalb ist es schön, auch mal neue Mechaniken kennenzulernen, wobei hier der Wall-Run aber schon sehr alt und fast schon ein Klassiker ist. Der Rocket-Jump war mir so noch nicht wirklich bekannt, weshalb ich mich gefreut habe, diese neue Mechanik anzuwenden. Aber genau dieser Rocket-Jump funktioniert manchmal nicht so, wie er soll und macht, was er will. Als ich mich beispielsweise etwas hochboosten wollte, wurde es mir durch den Raketenwerfer verweigert, warum auch immer. Schließlich schoss ich die Rakete direkt unter meinen Charakter, nichts passierte und ich war tot.

    Nichtsdestotrotz wird das Spiel durch das Einfügen neuer Spielelemente in den neuen Welten und Levels immer nervenaufreibender und spannender. Zudem will man immer die beste Medaille erreichen, was tatsächlich gar nicht mal so einfach ist.

    Ein sehr aktuelles Update (15.08.2019) verhindert nun, dass man Maps mit dem Timer auf der Null stehend beenden kann. Der Timer wird jetzt kurz vor dem ersten Bodenkontakt aktiviert, was aber auch bedeutet, dass gut 0,5-1 Sekunden pro Level draufgehen können. So müsste man meiner Meinung nach auch die Medaillen um gut eine Sekunde nach hinten verlegen.

    Sehr spaßig fand ich persönlich den „Lights Out“-Modus. Dieser ist noch einmal deutlich anstrengender durchzuspielen, als das Spiel es so schon ist.


    Musik

    Schnell, actiongeladen, aufregend, so klingen die vier Soundtracks aus „Neon Boost“. Ein sehr schönes Feature ist, dass die Musik nur beim Bewegen des Charakters abgespielt wird. Doch wenn man sich eine Weile bewegt, hört man sehr deutlich den etwas schlecht getimten Loop raus. Das ist eine kleine Feinheit, die man noch überarbeiten könnte.


    Sound

    Viele Sounds gibt es in „Neon Boost“ nicht, was ich ein wenig schade finde. So könnten die Gegner beim Abfeuern einer Rakete noch einen Schusssound von sich geben. Wenigstens gibt der eigene Raketenwerfer ein Geräusch von sich, wenn man die Rakete losschießt. Auch wenn man stirbt, kommt man elektronischer Sound, der mal relativ leise ist, oder die Ohren komplett wegfetzt, was ein bisschen blöd ist.


    Preis-Leistung

    Das Spiel ist kostenlos, die Bewertung fällt hier raus.


    Fazit

    Ein gutes, für Speedrunner geeignetes Parkour-Spiel mit kleinen FPS-Elementen und noch nicht ganz ausgereiften Spielmechaniken. Die annehmbare Grafik verbunden mit dem schnellen, elektronischen Soundtrack macht das Spiel sehr aufregend und ist gut für zwischendurch geeignet.


    Kurzfassung

    Umfang: 7,5/10

    Grafik: 9/10

    Spielspaß: 7/10

    Musik: 9/10

    Sound: 7/10


    Endwertung: 74/100


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