BLOCKPOST

  • Was passiert, wenn man „Brick-Force“, „Blockade3D“ und „Counter-Strike: Global Offensive“ miteinander verbindet? Man erhält „BLOCKPOST“, das erste Spiel von dem kasachischen Entwicklerstudio Skullcap Studios, welches am 25. April 2019 als kostenlos spielbares Spiel mit kostenpflichtigen Ingame-Transaktionen auf Steam erschien.


    Umfang

    Direkt beim Spielstart fällt auf, dass das Spiel überwiegend von Russen gespielt wird. Das hängt vermutlich mit der Herkunft des Entwicklerstudios und den nur drei verfügbaren Sprachen, Englisch, Russisch und Ukrainisch zusammen. Das ist aber keinesfalls negativ gemeint, denn so wie es mir aufgefallen ist – bis auf ein, zwei Zensuren – sind die Leute im Chat relativ freundlich (wenn man russisch so halb versteht).

    „BLOCKPOST“ stellt mehrere Spielmodi zur Verfügung: Klassisches Team-Deathmatch (4x4, 8x8, 16x16 und 20x20), Free For All (FFA) mit maximal 16 Spielern, Elimination, Infection, Freeze Tag, Pistol Only, uvm. Die Modi sind eigentlich selbsterklärend, weshalb ich hier keine Erklärung zu diesen aufführen werde. Welche Modi aber fehlen, sind: Capture The Flag, Headshot Only und wie wäre es mit einer Implementierung von Fahrzeugen?

    Insgesamt gibt es über 20 Maps, wobei aber nur einige in bestimmten Modi gespielt werden können. Dadurch fällt ein bisschen die Abwechslung aus, wenn man z.B. FFA spielt. Da kommen maximal fünf unterschiedliche Maps vor, die sich nach sieben Minuten immer wieder abwechseln. Zudem finde ich es schade, dass die Maps für die maximale Spielerzahl viel zu klein sind, so kommt es oft zu Spawnkills. Was mich aber am meisten wundert ist das Wort „Prozedural“, was in der Spielbeschreibung zu den Maps steht. Also, ich sehe keine Veränderung, wenn ich die Maps zum wiederholten Male spiele. Unter prozedural verstehe ich eine zufällig erschaffene Map, die zusätzliche Objekte (Häuser, Autos) beinhaltet.

    Wer Lust hat, privat zu spielen, kann auch einen privaten Server erstellen. Auf diesem kann man jeden Modus mit 8 verfügbaren Maps spielen. Wobei ich es schade finde, dass man nicht auf jede Map Zugriff hat.

    Des Weiteren kann man das Aussehen seines Charakters sowie die drei Waffensets anpassen. Doch für individuelle Waffensets brauch man natürlich auch neue Waffen. Man bekommt diese aber nur aus Kisten, weshalb der Entwickler direkt zum Start dem Spieler eine Rekrutenkiste und einen dazugehörigen Schlüssel schenkt. Mit jedem Levelaufstieg bekommt man eine Levelkiste dazu und ab und zu einen Schlüssel, mit dem man diese öffnen kann. Zudem bekommt man eine besondere Kiste, wenn man eine eigens ausgewählte Aufgabe erfüllt. Übrigens, solltet ihr dieselbe Waffe dreimal besitzen, könnt ihr diese zu einer besseren eintauschen.

    Die Waffe levelt mit jedem Kill ein kleines Stücken weiter. Je höher das Level, desto bessere Visiere kann man auf jene Waffe draufstecken.


    Grafik

    Wer „Brick-Force“ oder „Blockade3D“ kennt, oder sich die Bilder angesehen hat, wird schon bemerkt haben, dass die Maps aus Blöcken bestehen. Dabei muss ich aber sagen, dass Blöcke eher eine Ähnlichkeit mit denen aus „Blockade3D“ haben.

    Die Schatten auf den Maps sind statisch, da sich die Lichtquelle nicht bewegt. Der einzige dynamische Schatten, den man aber nicht wirklich wahrnimmt, ist der des eigenen Spielers.

    Die Waffen sehen für eine Pixel-Ausführung sehr gut nachmodelliert aus. Auch die Animationen können sich sehen lassen. Immerhin spürt man ein bisschen visuelles Feedback beim Schießen. Der Waffenwechsel erfolgt mir persönlich ein bisschen zu schnell, was den Shooter aber sehr schnelllebig macht.


    Spielspaß

    Durch die eher klassischen „Spielmodi“, wovon meistens nur 3 relativ gut besetzt sind, ist „BLOCKPOST“ doch eher was für zwischendurch. Für längere Sessions ist es meiner Meinung nach nicht so gut geeignet, da wie gesagt so ein kleiner Abwechslungsfaktor fehlt. Nichtsdestotrotz kann man mit seinen Freunden eine gute Zeit mit dem Shooter verbringen.

    Es gibt aber zwei Punkte, die meiner Meinung nach deutlich überarbeitet werden müssen. Zum einen gibt es in einigen Spielmodi eine Spawn-Schutzzeit. Diese ist absolut verbuggt und viel zu kurz. Teilweise kann man nach nicht mal einer Sekunde schon wieder Schaden bekommen, was nach einer gewissen Zeit sehr frustrierend werden kann. Zum anderen bekommen Leute mit niedrigem Level deutlich mehr Punkte als die mit höherem Level. Anfangs mag das ja noch relativ gerecht klingen, aber wenn man bedenkt, dass die benötigten EP für ein Level steigen, dauert es irgendwann gefühlt Jahre, bis man aufsteigt. Das kann für den ein oder anderen sehr nervig werden.

    Was mir außerdem aufgefallen ist, das Spiel besitzt einen leichten Pay-2-Win-Faktor. Dieser ist zwar deutlich geringer als bei „Blockade3D“, könnte aber noch weiter gesenkt werden, indem man ein Mindestlevel für bestimmte Waffen (vor allem für die sehr starke AK-47) einführt.


    Musik

    Es gibt zwar in den Optionen einen Lautstärkeregler für die Musik, aber ich habe noch kein bisschen Musik gehört, weshalb sie aus der Bewertung fällt.


    Sound

    Die Waffensounds sind auf jeden Fall bei jeder Waffe unterschiedlich. Sie geben einen guten Ton ab, aber das Echo, bzw. der Schall klingt teilweise etwas abgehackt, was aber nur ein kleines Manko ist. Wenn man läuft, werden klar hörbare Töne erzeugt. Somit kann man einfach den Gegner ausmachen und anschließend töten, das gefällt mir! Auch die Schaufel ist sehr laut, was im Endeffekt auf dasselbe herausläuft, wenn der Gegner nicht aufpasst.


    Preis-Leistung

    Das Spiel ist kostenlos. Somit fällt die Bewertung hier weg.


    Fazit

    Ein relativ guter Shooter, der hier und da noch ein bisschen aufgefrischt werden muss. Sonst kann ich ihn als Alternative zum ausgestorbenen „Brick-Force“ oder stark dominanten „Blockade3D“ empfehlen.


    Kurzfassung

    Umfang: 7/10

    Grafik: 8/10

    Spielspaß: 6,75/10

    Sound: 9,5/10


    Endwertung: 73/100


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