NeuroVoider

  • „NeuroVoider“ ist ein futuristischer Twin-Stick-Shooter, in dem man als einer von drei Roboterklassen die Welt vom Bösen befreien muss. Das Spiel wurde von Flying Oak Games entwickelt und von Dear Villagers am 31. August 2016 zum einem Vollpreis (VP) von 13,99€ auf Steam veröffentlicht.


    Umfang

    „NeuroVoider“ beinhaltet zwei Spielmodi: die Kampagne und den Daily-Run. Beide Modi kann man mit bis zu vier Spielern im lokalen Koop-Modus spielen.


    Für die Kampagne gibt es drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, wobei selbst die Einfachste nicht gerade einfach ist.


    Es gibt drei Klassen zur Auswahl, die man sowohl in der Kampagne als auch im Daily-Run spielen kann: Dash, Rampage und Fortress. Alle Klassen haben unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensweisen; so ist der Dash extrem wendig und schnell, während der Fortress langsam ist, aber dafür extrem viel aushalten kann.


    Bevor es aber richtig losgeht, sucht man sich noch ein Perk aus, welches man nach einer bestimmten Anzahl von Kristallen, die man nach jedem Kill bekommt, aktivieren kann.


    Jedes Level ist prozedural generiert – mal mit mehr, mal mit weniger Loot, mal mit stärkeren, mal mit schwächeren Einheiten, mal groß, mal klein, für jeden ist was dabei – das gefällt mir sehr, sehr gut.


    Im Spiel muss man dann sämtliche Einheiten (laut Entwickler gibt 8736 unterschiedliche Einheiten; DIE HABEN SIE AUCH ALLE EINZELN NACHGEZÄHLT, lol) zerschnetzeln, und um ein Level abzuschließen, muss man alle Reaktoren auf der Karte zerstören. Danach teleportiert man sich wieder ins Menü, wo man den neuen Loot aufsetzen, boosten oder recyclen kann.


    Der Loot, der recycled wird, wird in Zahnräder umgewandelt. Hat man genug Zahnräder, kann man in die Schmiede gehen und sich ein neues Teil für seinen Roboter bauen. Wie gut oder schlecht es ausfällt, ist Zufall.


    Besonders: Jede Waffe hat einen eigenen Namen und eine eigene Beschreibung, was ich nicht schlecht finde.


    Zwischen bestimmten Levels gibt es dann auch besondere Levels, in denen es extrem viel Loot, aber auch sehr viele Einheiten gibt. Manchmal geben diese Maps noch eine Aufgabe dazu: Zum Beispiel muss man sich neben den Gegnern auch noch einen Kampf mit der Zeit liefern.


    Alle fünf Level gibt es auch einen Bosskampf, der mehr oder weniger klassisch ist. Man schießt eine schwache Stelle des Bosses an, bis sein Schild kaputt geht, und dann schießt man wieder auf eine bestimmte Stelle so oft wie möglich ein, um ihn so stark zu schwächen, wie es geht.


    Ich wünschte, es gebe noch eine Art PVP-Modus. Der würde sich doch super mal für einen Spieleabend eignen.


    Neben dem klassischen PVP könnte man auch einen Modus einführen, in dem ein oder mehrere Spieler gegen Einheiten antreten, die von anderen Spielern gespawnt werden.


    Oder wie wäre es mit einem Survival-Modus? Es spawnen immer wieder größer und stärker werdende Horden von gegnerischen Einheiten, gegen die man antreten muss.


    Grafik

    Die Grafik ist im 16-Bit-Stil gehalten, was ich für so ein futuristisches Spiel gar nicht schlecht finde. Die Atmosphäre, die vor allem durch die guten Licht- und Schatteneffekte erzeugt wird, lässt den Spieler Lust auf mehr bekommen. Die Gegner wirken authentisch, die Waffen haben unter sich einen spürbaren Unterschied in der grafischen Ausführung und vor allem die Explosionen sehen sehr gut aus.


    Durch die prozedural generierten Welten gibt es auch unter den Maps ein bisschen Abwechslung.


    Was auf den ersten Blick ein bisschen undurchschaubar erscheint, ist das Menü nach einem Level. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit sehr schnell dran.


    Spielspaß

    „NeuroVoider“ macht zwischendurch echt viel Spaß. Es ist mal eine Abwechslung zu anderen Spielen: Es ist actionreich, voller Explosionen, aufregend und kurzweilig. Vor allem die Schwierigkeit bei den Bosskämpfen gibt einem einen kurzen Adrenalinschub.


    Aber ich finde nach gut drei-vier Levels wird es doch sehr repetitiv und man verliert die Lust. Es fehlt, wie schon oben gesagt, an ein paar neuen Spielmodi, die die Abwechslung reinbringen.


    Was man aber sagen muss: Die Entwickler haben sehr viel Humor. Nicht nur in der Spielbeschreibung auf Steam, sondern auch im Spiel, bauen sie lustige Dialoge oder Texte im Ladescreen ein.


    Musik

    Der Soundtrack von „NeuroVoider“ ist wirklich gut. Er baut sehr gut die Action auf, geht mit der Atmosphäre und wirkt nicht so schnell repetitiv.


    Sound

    Jede Waffe, jeder Schuss, jeder Gegner macht ein anderes Geräusch – das gefällt mir! Die Töne gehen dann schon teilweise in Richtung 8-Bit, aber ein Großteil der Töne ist dann doch 16-Bit, wenn nicht sogar hochauflösend.


    Preis-Leistung

    Ich finde, man könnte den Preis um 33% - 50% senken.


    Fazit

    Ein Spiel, welches zwischendurch Spaß macht. Auf Langzeit ist „NeuroVoider“ leider nichts für mich: Es fehlt einfach an abwechslungsreichen Spielmodi. Nach einer gewissen Zeit wirkt das wie: Hier, eine Waffe, noch eine, noch eine, noch eine, noch eine, noch eine, noch eine und so weiter. Irgendwann verliert man einfach den Überblick.


    Kurzfassung

    Umfang: 5,5/10

    Grafik: 9/10

    Spielspaß: 6,5/10

    Musik: 10/10

    Sound: 9/10

    Preis-Leistung: 7,5/10


    Endwertung: 76/100


    Spiel kaufen: Hier klicken!

    Kurator-Account: Hier klicken!

    Twaxy ~ Vincent

    Social-Media-Team (Cutter & Streamer)


    dcf5680ccda43de5cfe647e381b2980518a05a0cb3f265fe8f60bc9aba6b866c.jpg?namespace=stats_sharing

    Einmal editiert, zuletzt von Twaxy ()