Darwin Project

  • „Darwin Project“ ist ein Survival-Spiel, welches auf dem Battle-Royale-Prinzip oder dem Last-Man-Standing-Prinzip basiert. Man kämpft zu 10. in einer vereisten und verschneiten Welt um den Sieg. Das Spiel wurde von Scavengers Studio entwickelt und von dem gleichnamigen Publisher am 9. März 2018 als kostenlos spielbares Spiel auf Steam veröffentlicht. Noch befindet sich „Darwin Project“ in der Early-Access-Phase. Das bedeutet, es können sich noch einige Punkte in meinem Review im Laufe des Jahres ändern.


    Umfang

    „Darwin Project“ besteht grundsätzlich aus fünf Spielmodi: Solo, Duo, Game-Director, Custom-Match und Training, wovon sich letzteres in zwei weitere Modi – Freies Training und KI-Match – aufteilt.


    Im Solo-Modus spielt man allein gegen neun andere Leute. Man muss kleinere Bäume fällen, um an Holz zu gelangen und Sesseln das Leder abreißen, damit man dieses zum Craften von bestimmten Items verwenden kann. Grundsätzlich geht es dann natürlich um das Gewinnen und das Töten aller anderen Spieler mit der Axt oder mit dem Bogen. Ein besonderer Rohstoff ist der Elektroschrott, den man sich immer nur an einem Punkt in einer der 7 Zonen holen kann.


    Im Duo-Modus spielt man zu zweit gegen vier andere Teams. Die Grundbedingungen bleiben gleich – Holz und Leder, evtl. auch Elektroschrott, sammeln und Gegner töten.


    In jedem dieser Modi gibt es auch Kisten, in denen man teilweise auch fertig gecraftete Items findet, die man in seinem Crafting-Menü hat. Dieselbe Funktion haben die Elche in dem Spiel, die neben dem Item auch noch einen 50HP-Heal geben, wenn man sie tötet


    Als Game-Director, auch Show-Director, nimmt man gezielt Einfluss auf das Spiel, indem man bestimmte Aktionskarten einsetzt. Diese können dann z.B. eine Zone schließen, ein Elektroschrott spawnen oder gar eine Zone mit einer Atombombe in die Luft jagen. Außerdem kann man mit den Spielern direkt über den Voice-Chat kommunizieren, ihnen Tipps geben oder einfach das Spiel kommentieren. Der Game-Director kann sowohl in Duos als auch in Solos eingesetzt werden.


    Im Custom-Modus kann man sämtliche Einstellungen vornehmen. Es gibt andere, neue Spielmodi, die z.B. viele Regeln auf den Kopf stellen und das Spiel interessanter gestalten.


    Das Training unterscheidet sich wie schon gesagt in zwei Spielmodi. Im freien Training, kann man unendliche viele Ressourcen farmen und auf Zielscheiben schießen. Neben diesem Modus gibt es auch noch einen KI-Modus. Man kämpft dort, bisher nur auf einfacher oder mittlerer Schwierigkeitsstufe, gegen 9 andere Bots. Meiner Meinung nach ist das ein Tipp für die Anfänger, die noch die Spielmechaniken lernen wollen.


    Steigt man ein Level auf, erhält man ein Fan-Geschenk, in welchem man Kleidung (Skins) findet.


    Besonders finde ich die Interaktion mit Twitch. Twitch-Streamer können eine Abstimmung starten, auf die die Zuschauer Einfluss nehmen können. So gibt es immer wieder besondere Events, wie z.B. Menschenjagd, bei dem eine Person für über eine Minute markiert ist. Der Spieler, der diese Person tötet, erhält eine besondere Lootbox.


    Von dem Thema Lootboxen halte ich mich aber persönlich fern, da ich es nicht mehr einsehe, Geld für Ingame-Skins zu bezahlen.


    Im Laufe der Entwicklung von „Darwin Project“ soll auch noch ein Battle-Pass zur Verfügung stehen. Bisher kann man das Menü zu diesem schon anklicken, wird aber auf keine Missionen stoßen.


    Grafik

    Die Grafik ist im starken Polygonal-Comic-Stil gehalten. Die vereisten und verschneiten Landschaften machen einen guten Eindruck. Aber auch die Effekte, z.B. Damage, Electronic-Spawn, Markierungen, sehen wirklich verdammt gut aus. Am besten gefällt mir persönlich die Beleuchtung und die dazugehörigen Schatten. Ich finde, sie bieten einfach eine tolle Atmosphäre.


    Spielspaß

    Beim Spielen hatte ich bisher nie Probleme mit den Servern, was zeigt, dass sich die Entwickler Gedanken über die Verteilung und Ausstattung der Server gemacht haben.


    Battle Royale ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber „Darwin Project“ macht mir tatsächlich viel Spaß. Es ist eben anders als die anderen. Man schießt nicht mit einer modernen Schusswaffe, sondern mit Pfeil und Bogen. Zusätzlich hat man noch die Axt, die nicht nur zum Holzfällen, sondern auch zur Verteidigung im Nahkampf dient.


    Man muss sich aber wirklich erstmal in das Spiel richtig reinfinden. Die Mechaniken, vor allem die des Bogenschießens, sind nicht gerade einfach. Bis man das perfekte Timing zum Schießen raus hat, dauert es eben ein paar Matches. Aber das gibt meiner Meinung nach einen guten Reiz, das Spiel weiterzuspielen.


    Die Entwickler zeigen aber auch guten Humor: In der Lobby hört man immer wieder ein paar böse, trotzdem lustige Sprüche.


    Mein Problem ist aber, dass die guten Spieler mit den Schlechten zusammengeworfen werden. Das bringt meiner Meinung nach das Matchmaking total durcheinander und ist vor allem für Neulinge ziemlich frustrierend. Klar, „Darwin Project“ hat in letzter Zeit einen drastischen Spielerrückgang verkraften müssen (so fühlt es sich zumindest an), aber der wird nur noch größer, wenn dieses Problem bestehen bleibt.


    Außerdem frage ich mich manchmal, warum einige Leute deutlich schneller schießen können als ich. Kommt das nur mir so vor, oder ist das wirklich so?


    Musik

    Die Musik ist eher passiv und wird daher nicht bewertet.


    Sound

    Die Sound-Effekte sind meiner Meinung nach extrem gut gelungen. Die Off-Stimme, die immer wieder Nachrichten verkündet: „North-west zone is about to be forbidden“ oder „The Show-Director […]“, passt extrem gut in das Spiel.


    Was mir aber auch gut gefällt, ist der Sound der Kisten. So kann man Loot ganz einfach orten.


    Ein bisschen komisch wird es, wenn die Off-Stimme mehrere Ansagen gleichzeitig machen muss. Die Stimme bricht direkt ab und verkündet die neue Meldung. Das sollte meiner Meinung nach behoben werden, da man schließlich auch das andere hören will.


    Preis-Leistung

    Das Spiel ist kostenlos, daher keine Bewertung in dem Feld.


    Fazit

    Ein Battle-Royale-Spiel in einem anderen Stil – mit Pfeil und Bogen und einer Axt muss man sich bis an die Spitze kämpfen, um noch einen weiteren Tag leben zu können. Kurz: Überlebe, um zu leben!


    Kurzfassung

    Umfang: 9/10

    Grafik: 10/10

    Spielspaß: 8/10

    Sound: 9/10


    Note: 2


    Spiel kostenlos herunterladen: Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.
    Kurator-Account: Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.