Dead Army - Radio Frequency

  • Das Spiel wurde von mehreren Leuten aus der TDR-Gaming-Community getestet. Die Meinung der anderen fließt ebenso mit in die Bewertung ein und wirkt sich auf die Endnote aus.


    „Dead Army – Radio Frequency“ ist ein Real Time Strategy (RTS) Spiel, in dem man eine Zombiearmee unter der Führung von Dr. Jeff steuert und mit dieser die Weltherrschaft an sich reißen soll. Das Spiel wurde von Skyjaz Games entwickelt und vom gleichnamigen Publisher am 29. März 2019 nach einer ca. dreijährigen Early-Access-Phase zu einem Vollpreis (VP) von 8,99€ auf Steam veröffentlicht.


    Umfang

    Das Spiel enthält bisher zwei Spielmodi: Die Kampagne und den Überlebensmodus, in dem man immer größere und stärkere Zombiewellen aufhalten muss. Zum Einstieg in das Spiel gibt es auch ein Tutorial, dort werden einem die Grundlagen des Spiel kurz und knackig erklärt.


    Die Kampagne startet schließlich mit dem Prolog, der meiner Meinung nach ziemlich in die Länge gezogen wird. Wenn die Vorgeschichte so lang gespannt wird, will ich mir die anderen Abschnitte gar nicht vorstellen, was aber an sich positiv ist, da es von einem umfangreichen Spiel zeugt. Während der gesamten Kampagne erhält man immer mehr Zombies, die unterschiedliche Eigenschaften und Attacken besitzen, was mir sehr gut gefällt.


    Was in einem Level passiert, kann man sich sicherlich vorstellen. Man kämpft mit seiner großen Zombiehorde gegen die Soldaten und hat immer wieder neue Ziele, um in der Story voranzukommen. Sollten die Zombies auf Zivilisten hetzen, sodass sie ihn töten, wird dieser Zivilist anschließend zu einem gewöhnlichen Zombie. Ein anderer Tester findet es aber schlecht, dass die Soldaten nicht zu Zombies werden, sondern sterben und von der Map verschwinden. Ich stimme ihm auf jeden Fall zu und hoffe, dass das irgendwann noch geändert wird.


    Im Überlebensmodus wechselt man dann die Seite und spielt für die Soldaten. Man muss immer größere und stärkere Wellen von Zombies davon abhalten, die Basis zu zerstören. Wenn man auf seine Basis klickt, kann man mithilfe der oben angezeigten Münzen neue Zombies kaufen.


    Zurzeit sind noch andere Schwierigkeitsstufen in der Entwicklung, und ich bin auch gespannt, ob man irgendwann Zombies gegen Soldaten online in einem 1v1 spielen kann – das würde mich am meisten freuen.


    Grafik

    Laut einem Tester ähnelt die Grafik ein bisschen der von „Age of Empires II“, aber die Texturen sind etwas schärfer. Auch da stimme ich ihm zu, muss aber anmerken, dass „Dead Army – Radio Frequency“ nicht so detailreich ist. Die Grafik ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig und vor allem die Bluteffekte sehen teilweise nicht wirklich sauber gerendert aus. Außerdem gefallen mir die Laufeffekte der NPCs nicht so ganz, sie sehen etwas abgehackt, nicht flüssig und random aus.


    Das Interface ist aber sehr schlicht gehalten und kommt teilweise mit kleinen Erklärungen. Die Steuerung wird dadurch auch relativ einfach.


    Spielspaß

    An sich macht „Dead Army – Radio Frequency“ sehr viel Spaß. Die Steuerung ist einfach, man kann alles sehr leicht kontrollieren und das Management der Zombies ist verdammt simpel. Dafür ist das Spiel meiner Meinung viel zu einfach. Ich hatte bisher noch keine große Herausforderung, trotz der Bosse und den manchmal in Armeewagen kommenden Soldaten.


    Außerdem ist die KI ein bisschen bescheuert: Die Zivilisten oder Soldaten laufen teilweise mitten in die Zombies rein, aber die Zombies schlagen nicht auf diesen drauf. Das muss auf jeden Fall geändert werden, weil es meiner Meinung nach ziemlich den Spielspaß senkt.


    Sound

    Die Sounds sind eher so meh. Die Schreie der Zivilisten sind sehr sehr sehr eintönig (es gibt nur einen Schrei für Frau und Mann), teilweise überlagern sich diese Schreie und sie hören sich einfach nicht realistisch an.


    Dafür gibt es aber auch Hintergrundgeräusche wie z.B. Funksprüche, Vögel, usw., die sich sehr gut anhören.


    Musik

    Die Musik ist meiner Meinung nach ziemlich gut an das Genre angepasst – sie ist dramatisch, episch und erinnert mich ein bisschen an das neue „DOOM“ aus 2016. Sie ist aber etwas repetitiv, weil es nur 4-5 Lieder gibt.


    Die Musik ist aber im Ladescreen laut einem Tester viel zu laut, was ich nur bestätigen kann. Sie ist deutlich lauter als die Hintergrundmusik im Spiel.


    Mir ist aufgefallen, dass die Musik beim Starten des Spiels immer auf 50% ist und man erst in die Optionen gehen muss, um dann das Spiel leiser zu stellen.


    Preis-Leistung

    8,99€ sind meiner Meinung nach bisher zu viel verlangt, 4,99€ wären angemessener. Ein anderer Tester meint, der Preis wäre angemessen.


    Fazit

    Das Spiel ist an sich nicht schlecht, aber die KI ist noch nicht ausgereift und muss dringendst überarbeitet werden. Auch die Grafik ist noch nicht so toll, dafür aber die Story, die bisher schon sehr umfangreich ist. Das Spiel ist eher etwas für zwischendurch und meiner Meinung nach nicht so gut für längerer Sitzungen geeignet.


    Kurzfassung

    Umfang: 7/10

    Grafik: 7,5/10

    Spielspaß: 6/10

    Sound: 8/10

    Musik: 7/10

    Preis-Leistung: 7/10


    Note: 3


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