Super Grower

  • Dieses Spiel wurde mir vom Entwickler kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber nicht meine Meinung und die damit verbindliche Bewertung.


    „Super Grower“ ist ein 2D Casual-Spiel, in dem man mit einem weißen Quadrat kleine, gelbe Quadrate einsammeln muss, um die gegnerischen, ebenen Figuren zu zerstören. Das Spiel wurde von dem Solo-Entwickler Tuwi Michael Nannings entwickelt und ihm unter Nanningsgames am 28. Dezember 2018 zu einem Vollpreis (VP) von 1,59€ auf Steam veröffentlicht.


    Umfang

    „Super Grower“ bietet 40 Level, die man nacheinander freischaltet. In jedem Level gibt es ebene Figuren, die bestimmte Objekte in die Richtung der zu bewegenden Figur schießen. Diesen Objekten muss man ausweichen, sonst ist man tot und muss das Level von vorne anfangen, weshalb auch der Tag „Perma Death“ für dieses Spiel verwendet wird. Dabei kommen immer wieder neue Objekte hinzu und die Level werden schwieriger.


    Das Problem dabei ist, dass man all diese Level ziemlich schnell durchgespielt hat. Ich habe gerade mal um die 30 Minuten gebraucht, und dann war ich durch. Der Endless-Modus ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Man spielt lediglich eines der 40 Level, das zufällig ausgewählt wurde, und wenn man ein Level durchgespielt hat, geht es in das nächste zufällige Level. Ich würde den Endless-Modus etwas umstrukturieren und ihn zu einem „richtigen“ Endless-Modus machen. Man könnte einfach die zu spielende Figur immer gleich groß lassen, immer mehr Gegner hinzufügen und die Arena wachsen lassen. Natürlich kann man auch die Gegner eliminieren, wenn man genug Punkte eingesammelt hat.


    Außerdem wäre es noch cool, wenn es mehr Level mit anderen Formen gäbe. In einem spielt man dann mit einem Dreieck, in einem anderen wiederum mit einem Kreis.


    Grafik

    Die Grafik ist sehr minimalistisch gehalten, aber das macht das Spiel in meinen Augen auch aus. Der recht einfache Hintergrund mit den farbigen Formen im Vordergrund passt sehr gut zusammen. Auch wenn die Geschosse der Gegner teilweise echt etwas „billig“ aussehen, erfüllen sie doch für den Minimalismus ihren Zweck.


    Auch die kleine Wackelanimation beim Aufsammeln eines Tokens oder Eliminieren eines Gegners gefällt mir sehr gut, da es für mich ein bisschen die Spannung und das schnelle Gameplay betont.


    Mich stört aber das Interface und der lila Rand in jenen Leveln. Das Interface wirkt für mich eher lieblos und ich habe keine Ahnung, was der lila Rand soll. Auf jeden Fall ist dieser in meinen Augen nicht gerade notwendig für das Spiel.


    Spielspaß

    Die Steuerung ist einfach: Man nimmt seine Maus und kann mit dieser die Figur beliebig schnell hin- und herbewegen. Das einfache Spielprinzip und die immer schwieriger werdenden Maps erhöhen natürlich den Spielspaß, und wenn man einmal verloren hat, will man es direkt nochmal versuchen.


    Ein Problem ist aber die teilweise sehr komische Hitbox der Formen. Teilweise ist man noch ein kleines Stück von den Gegnern entfernt, aber trotzdem erwischt es einen, was auf Dauer ziemlich nervig sein kann.


    Musik

    Die Musik wurde von dem Entwickler laut eigenen Angaben selbst komponiert. Die Musik ist in einem futuristischen Ton gehalten. Meiner Meinung nach passen auch die schnellen elektronischen Elemente gut zu dem Spielprinzip. Klar, der OST ist kurz, aber man muss bedenken, dass man das Spiel doch recht schnell durchgespielt hat.


    Sound

    Die Sounds in „Super Grower“ beschränken sich auf ein überschaubares Minimum. Man hört SFX, wenn man einen Token einsammelt, Gegner eliminiert oder man selbst eliminiert wird. Beim Aufsammeln würde ich es cool finden, wenn der Sound pro aufgesammelten Token hochgepitcht wird, damit man weiß, wann man das nächste Objekt zerstören muss.


    Außerdem wünsche ich mir Sounds für jedes Teilchen, was abgefeuert wird, sofern es sich nicht komplett überlagert und dann schrecklich klingt.


    Preis-Leistung

    Der Preis ist eher um die 50ct im VP gerechtfertigt.


    Fazit

    Ein Spiel, was eher an ein Flash-Game erinnert. Es fehlt einfach an Content, an dem sich ein User längere Zeit mal wieder vergreifen kann. Man hat das Spiel in 30 Minuten durchgespielt und danach wird es doch recht repetitiv, also kann man auch nicht wirklich von einem Spiel für zwischendurch sprechen.


    Kurzfassung

    Umfang: 4,5/10

    Grafik: 7/10

    Spielspaß: 6,5/10

    Musik: 9/10

    Sound: 8/10

    Preis-Leistung: 4/10


    Note: 3-/4+


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